Plattformbedingungen für politische Bildung

„Plattformen werden entweder als technische Infrastrukturen, oder als Unternehmen wahrgenommen. Das ist zwar beides nicht falsch, aber eine oberflächliche Betrachtung. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, dass Plattformen mehr sind. Es sind politische Akteure und Institutionen und es sind eigene Wirschaftssysteme. Kurz: Es sind politische Ökonomien.“ Michael Seemann

Das 14. Netzwerktreffen steht unter dem Schwerpunktthema Plattformen. Hier gehen wir der Frage nach, welche Rahmenbedingungen für politische Bildung mit Webvideo bereits durch die Plattformwahl vorgegeben werden.

Den Input von Michael Seemann und Theresa Hein findet ihr hier:

Messengerisierung und Webvideo

Hat der zunehmende Rückzug von Kommunikation in geschlossene Messengergruppen Einfluss auf die Arbeit mit Webvideo in Bildungskontexten?

Gedanken des Netzwerkes Bewegtbildung


cc by alok_sharma

Messengerkommunikation und Identifikation
Kommunikation in nicht-öffentlichen oder halb-öffentlichen Messengergruppen bietet, neben zahlreichen Herausforderungen für die politische Bildung, auch neue Chancen. Vor allem wenn es um die Frage geht, wie wir als Bildner*innen Identifikation mit einem Bildungsprozess herstellen wollen, könnten Messengerdienste die Arbeit unterstützen. Zum einen kann ein direkter Austausch mit bestimmten Zielgruppen dort stattfinden, wo sie sich ohnehin schon regelmäßig aufhalten. Zum anderen lassen sich Gruppen gestalten, die als geschützter Raum wahrgenommen werden. Natürlich werden so in der Kommunikation auch In- und Outgroups etabliert. Für die Identifikation als Gruppe und gemeinsames Projekt kann das jedoch ein Vorteil sein. Durch die Vielzahl technischer Dienste und Gruppen besteht allerdings die Gefahr einer Zersplitterung der Kommunikation und es entstehen technische Abhängigkeiten. Dies kann für Bildner*innen bedeuten, mehrere Dienste parallel nutzen zu müssen – sicher eine Ressourcenfrage. 

Es sollte Teilnehmenden freigestellt sein, den Dienst zu nutzen, den sie etwa mit Blick auf Datenschutz als angemessen und praktisch empfinden. Über die exklusive Gruppenbildung und die Übertragung von echter Verantwortung für die Gruppen (Moderation/Admin) an Projektteilnehmende lassen sich echte Peerstrukturen schaffen. Dies kann die Identifikation mit einem Bildungsprozess zusätzlich erhöhen. Inwieweit sich Peers finden, die freiwillig und verantwortungsvoll diese Aufgabe übernehmen, ist allerdings eine eigenständige Frage. Auch wird sich erst im Prozess zeigen, ob diese Peerleader ihre Rolle in unseren Projekten als Gewinn oder Verlust für ihr Ansehen unter ihresgleichen ansehen. Mit Blick auf jugendliche Zielgruppen muss klar sein, dass Projekte nur dann als Gewinn an Reputation wahrgenommen werden, wenn sie einen echten Lebensweltbezug haben und die Kommunikation in Messengern auf Augenhöhe, persönlich und informell verläuft. Das bedeutet zum Beispiel, keine Textwüsten und Fachsprache in Messengerkommunikationen zu verwenden. Ebenfalls sollte keine Imitation von Jugendsprache stattfinden und der Einsatz von ikonografischen Mitteln wie Emojis, Sticker, Animationen und GIFs muss gut überlegt und dem Thema angemessen sein.

Messengerkommunikation und Interaktion
WhatsApp als das größte soziale Netzwerk in Deutschland ist für politische Bildner zunächst eine interessante Plattform, um die eigenen Inhalte schnell an eine große Anzahl an Empfänger*innen zu schicken und sofort Feedback zu erhalten. In der Praxis ist jedoch die Zuordnung von Messengerdiensten zu sozialen Netzwerken problematisch, da diese nicht den offenen Plattformcharakter von Facebook oder Twitter aufweisen. Wer nicht in den entsprechenden Gruppen ist, kommt auch nicht in die Kommunikationskanäle hinein – das ist auch erst einmal gut so. Für die politische Bildung können Messengerdienste trotzdem sinnvoll sein – nicht zur direkten Zielgruppenansprache, aber indirekt, beispielsweise wenn zur Kommunikation mit Multiplikator*innen ein eigener Info-Channel aufgebaut wird, oder ein Chatbot spielerisch zum Engagement mit Inhalten einlädt. Inhalte sollten so aufbereitet sein, dass sie zum Teilen einladen. Ob Aufwand und Nutzen – insbesondere bei aufwändigen Chatbots, oder großen Channels, die dann auch ein entsprechendes Communitymanagement erfordern – in einem angemessenen Verhältnis stehen, bleibt allerdings zweifelhaft.

Messengerkommunikation und  Zielgruppenorientierung
Gerade in Bezug auf Messengerkommunikation ist es nochmal notwendiger, seine Zielgruppe so genau wie möglich zu kennen und zu wissen, in welchen Gruppen diese unterwegs ist. Ebenso wichtig ist es, die Funktion der jeweiligen Messengergruppen zu kennen, um Inhalte mit der Zielgruppe auszutauschen. Der Gruppe “Anna´s Geburtstag” kommt dabei eine andere Funktion und Intentionallität zu als der Gruppe “Umwelt AG der Klasse 7B”, was bei der Ansprache und Einbindung der Zielgruppe in die Verbreitung von Inhalten berücksichtigt werden muss.

Um von Erwachsenen initiierte Bewegtbildungsprojekte unter Einbeziehung von Messengerkommunikation erfolgreich und partizipativ durchzuführen, ist es stets notwendig, auf Augenhöhe mit der Zielgruppe zu sein, Wissensaustausch zu ermöglichen und Dialog zu fördern.

Katrin Müller, Markus Gerstmann, Maximilian Nominacher, Mosjkan Ehrari, Robert Behrendt und  Shirin Kasraeian für das Netzwerk Bewegtbildung

EPUP “Bewegtbildung denken” erschienen

Das EPUB „Bewegtbildung denken – Beiträge zu Webvideo und politischer Bildung im Social Web“ ist erschienen. Acht Beiträge diskutieren medienpädagogische und politisch-bildnerische Ansätze mit Webvideo und ordnen aktuelle Debatten im dynamischen Arbeitsfeld ein.

Ziel der Publikation „Bewegtbildung denken“ ist es zwei Bereiche stärker zusammen zu bringen – Webvideo (Bewegtbild) und politische Bildung – und deren Verhältnis näher zu bestimmen. Eine Notwendigkeit hierzu begründet sich aus dem veränderten Mediennutzungsverhalten junger Menschen, die audiovisuelle Medien im Netz immer mehr als bevorzugten Zugang zu Information, Wissenserwerb und zur Meinungsbildung nutzen. Zunehmende Polarisierungen demokratischer Diskurse und Phänomene wie „hate speech“ und „Fake News“ sind Herausforderungen, die mit Blick auf die Bildungsarbeit mit Webvideo im EPUB reflektiert werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Bereich der Kommentarkommunikation im Social Web zu.

Die Beiträge sind unter Beteiligung interdisziplinärer Perspektiven innerhalb und außerhalb des Netzwerkes bewegtbildung.net entstanden und verbinden Ansätze aus Forschung und Praxis.

Die Publikation ist hier als EPUB und als PDF Dokument erhältlich.

Rückblick Bewegtbildung 2018

Die diesjährige Konferenz des Netzwerks bewegtbildung.net im September liegt nun schon einige Wochen zurück. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern zwei Jahre nach unserer ersten Fachtagung, ein noch breiteres Programm auf die Beine stellen konnten. Wir bedanken uns bei 136 Teilnehmenden, die die Qual der Wahl hatten, sich aus 21 Sessions das Passende auszusuchen.

Als Querschnitt durchs Feld der politischen Bildung mit Webvideo zeigt unser Programm auch, dass sich dieser Bildungsbereich weiter stark entwickelt und immer wieder neue Themen sichtbar werden. Ob algorithmische Inhaltskontrolle, gezielte Desinformation, Empathiebildung in VR oder Extremismusprävention online – wir haben versucht relevante Fragen der politischen Bildung im Social Web anzugehen.

Und wir haben auch ein wenig experimentiert: Bei unserer Abendveranstaltung haben sich zahlreiche spannende Webvideo-Formate in Pecha-Kucha-Vorträgen vorgestellt. Und in unserem Showroom konnten unsere Besucher*innen sich viele spannende Projekte aus den Bereichen Webvideo und VR anschauen.

Hier sind die Formate aus unserem Showroom, die ihr euch noch mal in Ruhe ansehen könnt:

6×9: A virtual experience of solitary confinement

Inside Auschwitz

about:blank

Meeting a monster

Ask a slave

Homo Digitalis

Natürlich gibt es auch eine Videodokumentation der Fachtagung, die Ihr gern in euren Netzwerken verbreiten könnt und die euch Inhalte aus Vorträgen und Podien auch später noch zugänglich machen.

Automatisierte Inhaltskontrolle – Schwerpunkt beim 10. Netzwerktreffen

In regelmäßigem Abstand, etwa viermal im Jahr, treffen sich die Mitglieder von bewegtbildung.net zu Netzwerktreffen. Hier wird genauso zu internen Themen und der Weiterentwicklung des Netzwerkes gearbeitet wie auch zu aktuellen Fragen der politischen Bildung und Medienbildung mit Webvideo.

Bei unserem 10. Netzwerktreffen am 22. März in Berlin, dem ersten im Jahr 2018, hatten wir uns eine anspruchsvolle Agenda vorgenommen: Wir planten weiter unser eigenes Webvideoformat sowie die Fachtagung “Bewegtbildung 2018” am 25./26. September 2018 ebenfalls in Berlin. Außerdem beschlossen wir eine Vereinfachung der Aufnahme neuer Mitglieder ins Netzwerk.

Vor allem aber wollten wir uns inhaltlich mit dem Thema “Automatisierte Inhaltskontrolle” im Social Web und auf Plattformen  beschäftigen. Hierzu hatten wir Prof. Dr. Martin Emmer vom Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft eingeladen, der einen Input zum Thema gab und den Fragen nachging, was aktuell technisch möglich ist und welche Inhaltskontrollen zensierend oder moderierend tatsächlich umgesetzt werden.

Dabei wurde deutlich, dass gesellschaftliche Digitalisierungsprozesse erst am Anfang stehen und Techniken zur Inhaltsanalyse in stetiger Entwicklung begriffen sind, da Nutzerdaten explosionsartig wachsen und sich deren Erhebung für Akteure außerhalb der Plattformökonomie schwierig gestaltet. Entsprechende Erfahrung konnte Martin Emmer aus dem BMBF-Verbundprojekt „NOHATE“ einbringen, das seine Daten von Kooperationspartner wie Heise.de, Zeit Online und Welt bezieht, um eine softwaregestütze Moderationshilfe für Kommentarspalten zu entwickeln.

Doch würden Technologien auch zur automatisierten Inhaltskontrolle mit dem Ziel von Zensur sowie gezielter Steuerung der Verbreitung von Inhalten im internationalen Kontext von verschiedenen Staaten und Konzernen bereits eingesetzt und öffentliche Diskurse dadurch entsprechend beeinflusst. Was wiederum die automatisierte Analyse und Kontrolle von Bild- und Videoinhalten betrifft, gestalte sich die Frage noch viel schwieriger, denn hier befänden sich die Technologien und Analysetechniken noch im Anfangsstadium.

So resümiert Martin Emmer, dass Digitalisierung zwar Freiräume eröffnet, allerdings für alle gesellschaftlichen Akteure: Bürger, Konzerne und Staaten. Entsprechend sei es pädagogische Aufgabe, junge Menschen selbst auf die Macht vorzubereiten, die sie als Kommunizierende im Social Web und in ihrer “persönlichen Öffentlichkeit” hätten. Sie müssten lernen, ihre Selbstwirksamkeit und Verantwortung im Umgang mit der eigenen Meinungsfreiheit zu verstehen und bürgerschaftliche Kompetenzen einüben, wie eine faire Streit- und Debattenkultur.

Mit Netzwerken netzwerken

Die Netzwerke “Verstärker” und “bewegtbildung.net” haben sich im Dezember 2017 zu ihrer ersten gemeinsamen Tagung in Berlin getroffen und dabei festgestellt, dass es noch viel voneinander zu lernen gibt. Die offenen Fragen sind ein guter Ausgangspunkt für ein Stück gemeinsamen Wegs, um politische Bildung dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.

Dass sich die Netzwerke “Verstärker” und “bewegtbildung.net” etwas zu sagen haben würden, davon konnten wir ausgehen. Die vielen Berührungspunkte waren ja der Ausgangspunkt für das gemeinsame Treffen am 8. und 9 Dezember 2017 in Berlin. Dass aber am Ende so viel mehr auf der Agenda stand, als überhaupt bearbeitet werden konnte, war dann doch überraschend.

Beide Netzwerke sind bpb-Projekte und da lag es nah, den gemeinsamen Austausch zu suchen. Vorallem aber die inhaltliche Überschneidung mit Blick auf die Zielgruppe gab den Ausschlag. “Verstärker” erarbeitet vor allem Formate der politischen Bildung für die sogenannten “politik- und bildungsfernen Jugendlichen”. bewegtbildung.net wiederum begleitet die politische Bildungsarbeit mit Webvideo, ein Format, dass vor allem diese Zielgruppe erreicht.

Um breitesten Austausch untereinander zu ermöglichen, veranstalteten wir auf unserer gemeinsamen Tagung ein Barcamp. Doch  nicht ohne das jeweils andere Netzwerk zuvor ins eigene Themenfeld zu holen. Mit entsprechenden Inputs und Methoden starteten wir den ersten Tag, Ruth Grune (bpb) und Corinna Graubaum machten den Aufschlag für Verstärker mit einem Blick auf die Zielgruppe im Rahmen der Sinus-Milieus. Daniel Seitz führte mit seiner Präsentation für bewegtbildung.net in die politische Bildungsarbeit mit Webvideo ein.

Mit der Sessionplanung zum Barcamp wurden die Themen der Teilnehmenden dann für alle sichtbar. Von technischen Fragen über klassische Bildungsinhalte und medienpädagogische Problemstellungen bis hin zu originär politisch-bildnerischen Ansätzen fanden viele Anliegen ihren Raum und wurden in den Session am 1. Tag und am 2. Tag des Barcamps kontrovers und produktiv verhandelt.

Den Abend des ersten Tages beendeten wir mit der Vorführung des Dokumentarfilms Berlin Rebel Highschool und einem anregenden Gespräch mit Regisseur und Produzenten Alexander Kleider über die Misere von leistungsorientierten Lernumgebungen und den utopischen Gegenentwurf der Schule für Erwachsenenbildung.

Als zum Abschluss des zweitägigen Treffens noch einmal der Raum für Diskussion und Fragen geöffnet wurde, wurde auch klar, warum die Begegnung der Netzwerke so wichtig war. Denn es kommen eine ganze Reihe von Aufgaben auf beide Netzwerke zu, um die gesellschaftlichen Entwicklungen weiterhin kritisch und konstruktiv begleiten zu können: die diverse Zielgruppe der “politik- und bildungsfernen Jugendlichen” bewegt sich in einem dynamischen Medium: politische Bildung mit Webvideo und jungen Menschen ist ein stark bewegter Bildungsbereich.

Vortrag von Anselm Sellen auf der Bühne mit Beamerbild

Was ist Bewegtbildung – Fragen über Fragen?

Die folgenden Überlegungen entstanden in der Vorbereitung der Workshops und während der Keynotes und Panels zur Fachtagung “Bewegtbildung” am 20.9.2016 in Berlin. Sie stellen eine Überblick über aktuelle Diskussionen im Bereich der politischen Bildung mit Webvideo dar. Wir danken vor allem Anselm Sellen für die erste Frage aller Fragen.

“Sind Fragen die besseren Antworten?”


Politische Bildung mit Webvideo

  • Was ist politische Bildung?
  • Geht es hierbei um Inhalte, Wissen, Informationen?
  • Braucht es Bildungsnarrative für Idioten? (griech. ἰδιώτης / idiotes, in etwa: “unpolitischer Mensch” oder „sich mit dem Gemeinwohl nicht in Verbindung setzend“)
  • Was sind Rahmenbedingungen, Chancen und Möglichkeiten politischer Webvideo-Bildungsprojekte?
  • Wie kann die Zukunft von Webvideo-Formaten der politischen Bildung aussehen?
  • Was sind Kriterien, mit denen der Erfolg von Bildungsangeboten im Social Web überprüft werden kann?
  • Welche Ziele verfolgt politische Bildung mit Webvideo/im Social Web?
  • Welche Rolle spielt Persönlichkeitsbildung als Bestandteil von politischer Bildung?
  • Inwiefern handelt es sich bei politischer Bildung mit Webvideo um Prozessinformation?
  • Welche Prozesse der politischen Bildung finden mit Webvideo/im Social Web statt?
  • Welche Faktoren bestehen für gelingende politische Bildung im Social Web?
  • Wie wird politische Bildung im Social Web betrieben – wie sollte sie zukünftig betrieben werden?

Politisch bildnerische Zusammenarbeit zwischen YouTuber*innen und Medienpädagog*innen

  • Wie können politische Bildungsangebote mit Webvideo ihre Zielgruppen erreichen?
  • Wie kann die Community-Arbeit von Medienzentren in Zusammenarbeit mit YouTuber*innen erfolgreich gestaltet werden?
  • Welche Themen werden dabei aufgerufen?
  • Welchen Mehrwert hat die Zusammenarbeit von Jugendlichen, YouTuber*innen  und Pädagog*innen für alle drei Seiten?
  • Was haben Jugendliche von dem Zusammentreffen mit YouTuber*innen?
  • Sollen Bildungsformate andocken an aktuelle Themen und Aktionen der YouTube Community?
  • Was gehört alles dazu, einen eigenen Kanal zu pflegen? Ideenentwicklung, Produktion, regelmäßige Inhalte, Kanalpflege, Kanalvermarktung?

Verschwörungsideologien vs. Nachrichten – Populismus im Social Web als Handlungsfeld von Medien- und politischer Bildung

  • Welche Formen an Populismus gibt es in Webvideo (Propagandafilm, Hoaxes, Zusammenschnitte, Ausschnitte etc.)?
  • Welche Strategien werden dort verfolgt?
  • Welche Gegenstrategien sollte die politische Bildung entwickeln?

VR und 360° – neue Technologien und ihr Einfluss auf politische Bildung im Social Web

  • Welche neuen Chancen bieten neue virtuelle Räume für die politische Bildung?
  • Wie kann politische Bildung in solchen Räumen aussehen – auch unter Berücksichtigung gängiger Formate und zumeist Gruppen-Angeboten, im Gegensatz zu meist individuellen Erlebnissen in VR?
  • Was bedeutet der Unterschied zwischen Ereignis und Erlebnis bei VR für politische Bildung?
  • Welche neuen Erzählformen bieten Virtual Reality und 360°-Webvideo für Informations- und Bildungsangebote und wie sollte politische Bildung darauf vorbereitet sein und reagieren?
  • Sind VR-Erfahrungen als immersive Erlebnisse mit der Grundannahme der politischen Bildung vereinbar, dass TN nicht überwältigt werden sollten?
  • Können klassische Simulationen der politischen Bildung durch VR standardisiert werden und große Reichweite erzielen?
  • Was können Projekte wie A100 zur Informationsgewinnung für politischen Bildung leisten?
  • Inwieweit kann Mixed Reality (VR/AR) in der politischen Bildung die Zeitzeugenarbeit ersetzen?
  • Kann künftig damit gerechnet werden, dass Technologie so kostengünstig und einfach arbeitet, dass sie auch in der politischen Bildung genutzt werden kann?

Working with Refugees – Best Practice, Yes! But how?

  • Welche Praxiserfahrungen aus Webvideoprojekten mit geflüchteten Menschen können in die medienpädagogische Arbeit übertragen werden?
  • Welche Kompetenzen in einem Team helfen, erfolgreich mit Geflüchteten im Webvideokontext zu arbeiten, worauf muss eine Team achten können?
  • Was können Medienprojekte mit Geflüchteten leisten und was braucht es dafür?
  • Welche Stolpersteine gibt es in der Webvideo-Arbeit mit Geflüchteten: Von der Auswahl der Kooperationspartner bis zur Veröffentlichung der Videos?

Livevideo: Politische Bildung in Echtzeit

  • Wie kann Medienbildung und politische Bildung auf die Entwicklungen der politischen Liveberichterstattung reagieren?
  • Welche Rolle spielen Facebook, YouTube, Periscope etc. in der täglichen Berichterstattung?
  • Was für ein Publikum wird erreicht, wie gestaltet sich der Austausch?
  • Wird in dieser Kommunikation seitens der Nutzer*nnen eher Stimmung gemacht?
  • Gibt es ein Community-Building?
  • Gibt es Prozesse mit Nutzerfeedback umzugehen?
  • Geht man schneller/unfertig raus und hat mehr Zeit im Nachhinein?
  • Welche Kompetenz wünscht man sich beim Zielpublikum?
  • Merkt man eine Änderung des Nutzerverhaltens?
  • Wie kann man Nutzer*innen mit Blick auf künftige Entwicklungen durch pol. Bildung vorbereiten?
  • Welche Anwendungsszenarien von Live-Video könnte es in der pol. Bildung geben?
  • Wie sieht die Zukunft der Nutzereinbindung in Fragen der Produktion von Live-Video aus?

Wissensformate und Informationsformate mit Webvideo

  • Wer sind die Akteur*innen, denen Millionen von Jugendlichen zutrauen, sie wahrheitsgetreu zu informieren und in ihrer Meinungsbildung zu unterstützen?
  • Aus welchen Gründen schenken Jugendliche Personen mehr Glauben als den Institutionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder Redaktionen?
  • Wie funktioniert eine Ein-Frau/Mann-Redaktion?
  • Wie kann Qualitätsentwicklung stattfinden?
  • Wie können die kommunikativen Chancen von Webvideo auch für die Entwicklung von Quellen- und Informationskompetenz genutzt werden?
  • Wie gehen erfolgreiche YouTuber*innen mit ihrer Verantwortung und Reichweite um?
  • Welchen Weg sollten Institutionen wählen, um erfolgreiche Wissensformate aufzubauen? Auf den Erfolg von YouTubern*innen aufbauen? Eigene Kanäle aufbauen? Überblick über Formate geben?

Fachtagung bewegtbildung.net

Flyer-Fachtagung-bewegtbildung-netBEWEGTBILDUNG

Fachtagung zu Webvideo, Medienarbeit
und politischer Bildung im Social Web

Termin: 20.9., 10 – 18 Uhr | Ort: Berlin
Teilnehmendenanzahl: 100 – 150 Pers.
Zielgruppe: Akteure aus dem Bildungs- und Webvideobereich, Creator und Producer, MCN, Medienpädagogik und Jugendarbeit, politischen Bildung und Wissenschaft

bewegtbildung.net versteht sich als Netzwerk der politischen Bildung, das Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, politische Bildung und Medienpädagogik, Social Web und Webvideo zusammenbringt. Die Fachtagung “BEWEGTBILDUNG – Webvideo, Medienarbeit und politische Bildung im Social Web” setzt den Fokus auf aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Webvideo und politischer Bildung mit dem Ziel, Debatten über die Bedingungen und Möglichkeiten von Medien- und politischer Bildungsarbeit mit Webvideos im Social Web anzustoßen.

Als Bewegtbildner*innen aus verschiedenen Arbeitsfeldern wollen wir auf der Fachtagung über Rahmenbedingungen, Methoden und Zielsetzungen der Bildungsarbeit im Netz nachdenken und das Entstehen von interdisziplinären Bildungsprojekte weiter fördern. Das Netzwerk präsentiert auf der Konferenz erste Ergebnisse seiner Arbeit und lädt die Veranstaltungsteilnehmer*innen zum fachlichen Austausch über politische Bildung mit Webvideos ein. Die Fachtagung stellt aktuelle Projekte und Entwicklungen vor, ermöglicht eine bundesweite Vernetzung der Teilnehmer*innen und bietet Bewegtbildner*innen aus allen Bereichen eine Gelegenheit zur kreativen Projektentwicklung.
Das Programm zur Fachtagung finden Sie hier.

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